Sonntag, 19. März 2017

Die Saison ist gestartet

Zugegeben, der Frühling hat uns heute im Stich gelassen. Aber wir hatten trotzdem einen schönen Saisonstart und haben uns vom Dauerregen nicht ins Bockshorn jagen lassen. Am Sägegatter waren Eckard Riekmann und Ulli Schultz im Dienst. Bevor sie das frisch geschärfte Sägeblatt einspannen konnten, galt es aber erst einmal, alle Maschinenteile gut zu schmieren. „Die alten Maschinen haben noch Gleitlager, früher gab es genaue Pläne, welches Teil wann geschmiert werden muss“, erläutert Eckard 
Riekmann. Er selbst braucht für die Gattersäge, die er seit vielen Jahren ehrenamtlich betreut, längst keinen Plan mehr, denn jedes Teil ist ihm vertraut. „Jetzt werden die Riemen aufgezogen“, zeigt er und dann kann es auch schon losgehen. Die dicken Baumstämme liegen bereit und schon kann die Säge losrattern und Bretter für das nächste Bauvorhaben im Museumsdorf liefern.
Für alle diejenigen, denen es für einen Spaziergang durch das Freigelände heute zu nass und zu kalt war, brannte im Körnerhaus das
Herdfeuer. Hier ist der Arbeitsplatz von Heike Dehrmann, die sich freute, dass ihr Enkeltöchterchen Neelia zu Besuch kam und beim Stockbrot backen half. Neelia durfte Teig kneten und dann um einen langen Stock rollen. Es dauerte ein wenig, bis das Brot knusprig braun gebacken war, aber das Warten machte der Kleinen gar nichts aus, denn die Oma erzählte nebenbei so schöne Geschichten. Auch in der Schmiede flackerte ein Feuerchen. Hier war unser Schmied Hinrich Schulz bei der Arbeit.
Zum Glück hatte er mit Ole und Lasse aus Großburgwedel fleißige Helfer. Begeistert pusteten die Brüder mit dem großen Blasebalg ins Herdfeuer und durften dafür zwei schöne geschmiedete Haken mit nach Hause nehmen. 
Uschi Schwierske versetzte den großen Webstuhl in Bewegung und auch der Göpel drehte sich. Hier waren Dirk und Hauke Kassebaum im Einsatz. Mitgebracht hatten sie Dragoner, das hellbraune Fjordpferd mit der markanten schwarzen Strähne in der Mähne. Dragoner kennt die Arbeit am Göpel schon und während Dirk und Hauke langsam kalte Füße bekamen, blieb er ganz gelassen und ließ sich auch von den bunten Regenschirmen seiner Zuschauer nicht ablenken. 
Wir freuen uns auf die neue Saison und auf viele Gäste, die uns bei Regen und bei Sonnenschein besuchen kommen!

Montag, 6. März 2017

Saisonstart mit Aktionen

Am Sonntag, dem 19. März beginnt die diesjährige Saison im Museumsdorf Hösseringen mit Handwerksvorführungen und Kinderaktionen: In der Schmiede zeigt der Schmied ab 10.30 Uhr sein traditionelles Handwerk, eine Weberin arbeitet am historischen Webstuhl und beantwortet Fragen zum Thema „Spinnen und Weben“. Das Sägegatter aus der Zeit um 1920 und der Göpel sind in Betrieb. Die kleinen Besucher können das Arbeiten in der Schmiede und am Webstuhl ausprobieren oder Stockbrot am offenen Herdfeuer eines Bauernhauses backen. Wir freuen uns auf viele Besucher!

Montag, 13. Februar 2017

Imkerei und Honiglehrgang

Am Sonnabend, 25. März von 9 bis 17 Uhr findet im Museumsdorf Hösseringen ein „Grundkurs Imkerei“, Teil 1: Theorie statt.

Am darauffolgenden Sonntag, 26. März, findet von 9 bis 17 Uhr ebenfalls im Museumsdorf Hösseringen ein „Honiglehrgang“ statt. Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat.


Beide Kurse werden vom Kreisimkerverein Uelzen angeboten. Die Leitung obliegt Dr. Werner von der Ohe und Wulf-Ingo Lau vom Institut für Bienenkunde Celle. Anmeldungen für beide Kurse nimmt der Vorsitzende des Kreisimkervereins Uelzen, Hermann Hilmer, bis zum 1. März unter Tel. 0 58 26 / 2 62 entgegen.

Mehr: http://imkerei-lueneburger-heide.blogspot.de

Mittwoch, 8. Februar 2017

Museumsdorf Hösseringen im Aufwärtstrend


Bilanz und Pläne auf der Mitgliederversammlung vorgestellt
Fast 2800 Besucher mehr und ein Haushalt mit kleinem Überschuss – die Nachrichten, welche der Vorsitzende des Museumsvereins Jörg Hillmer und Geschäftsführer und Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm zur Mitgliederversammlung nach Hösseringen mitbrachten, hätten besser nicht sein können. Insgesamt 29.235 Besucher
besuchten in der Saison 2016 das Freilichtmuseum Lüneburger Heide. Vor allem die Ausstellung zum ländlichen Einzelhandel hätte viel Lob bekommen, betonte Brohm.
Im vergangenen Jahr hat das Museumsteam einen Teil der Wege im Museumsgelände verbessert, um Besuchern mit Gehbehinderung den Zugang zu den historischen Gebäuden zu erleichtern. Weitere Arbeiten in Richtung Barrierefreiheit sind geplant. Der Museumsleiter freute sich, dass dank Förderung für die Magazine Datenlogger zur Aufzeichnung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie säurefreie Kartons für Textilien angeschafft werden konnten. Auch die Sanierung der historischen Gebäude wird vorangetrieben. Im vorigen Jahr wurde der Dachfirst des Schmiedewohnhauses repariert, etliche Arbeite stehen aber noch an, insbesondere Maßnahmen zur Bekämpfung von Holzschädlingen am Langspeicher des Brümmerhofes und am Sägegatter.
In dieser Saison wird es ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm geben, das neben Veranstaltungen wie dem Tag der Tiere, dem Klangrauschtreffen, der Bat-Night, dem Erntedank- und Kartoffelfest oder dem vorweihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt auch Kurse und Workshops, Mitmach- und Ferienaktionen für Kinder und Themenführungen umfasst. Insbesondere die Kurse für Erwachsene sowie die Angebote für Familien mit Kindern konnten ausgebaut werden. Das Museumsteam hofft natürlich auf viele Besucher beim Schlepper-Veteranentreffen, das am 11. Juni stattfindet.
Eine Ausstellung mit Cartoons und Fotos von Wolf-Rüdiger Marunde wird am 30. April eröffnet. Unter dem Titel „Zweite Kasse!“ werden Werke des Illustrators und Cartoonisten zum Thema „Handel und Verkehr“ als moderne Ergänzung zur Ausstellung „Einzelhandel“ gezeigt. Mit dem Aufbau einer Voliere im Garten des Hauses Eschede soll ein weiterer Schritt zur Ausweitung der Tierhaltung im Museum getan werden. Schon seit Jahren erhält das Museum vom Geflügelzuchtverein Uelzen regelmäßig Hühner und Enten, die mit der geplanten Voliere ein neues Zuhause erhalten.
Konzeptionell arbeitet das Museum derzeit an mehreren Themen: Eine neue Dauerausstellung im Haus Eschede wird die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner vorstellen. Im Rahmen der Übernahme des Gebäudes ins Museumsdorf wurden mit den ehemaligen Besitzern Interviews geführt, die eine detailgenaue Aufarbeitung möglich machen. Darüber hinaus wird weiter am Konzept für die Ausstellung „Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter“, die im Speicher des Brümmerhofes geplant ist, gearbeitet. Thematisiert werden soll die Zeit beider Weltkriege. Im Ersten Weltkrieg war ein Kriegsgefangener, vermutlich aus Belgien, in diesem Speicher untergebracht. Er hat eine Nachricht am Fensterladen hinterlassen, die erhalten geblieben ist.
In eine Publikation münden soll ein Projekt zum Thema „Mechanisierung in der Landwirtschaft der Lüneburger Heide“, das in Kooperation mit der Uni Hannover geplant ist. Studierende werden im Museum Quellen sichten und auswerten.

Abschied nehmen hieß es für den langjährigen Schatzmeister des Museums, Ernst Parr, der von 1998 bis 2016 die Finanzen des Museums betreut hat. „Sie haben das mit Engagement und Herzblut gemacht“, sagte der Vereinsvorsitzende Jörg Hillmer, der sich freute, als Nachfolger Jan Dammann von der Sparkasse Uelzen begrüßen zu können. Ernst Parr versprach aber, dem Museum weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Das Museum ist mein Leben“, sagte er.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Zwei Bufdis warten auf das Frühjahr

Norah hobelt Holznägel für ein Gebäude, das demnächst
im Museum aufgebaut werden soll.
Nora Schulze und Jonah Burmester schnuppern Praxisluft im Museumsdorf 
Laub harken, Gärten umgraben und Aufräumaktionen – der Winteralltag im Museumsdorf Hösseringen ist in der Regel nicht besonders spektakulär. Das mussten nun auch die beiden „Bufdis“ Nora Schulze und Jonah Burmester erfahren. „Ich habe im Vorfeld gar nicht damit gerechnet, dass ich im Museum beispielsweise Regenrinnen sauber mache“, erzählt Jonah, im Nachhinein sei ihm natürlich
Norah beim Fotografieren im Magazin. 
klar, dass solche Arbeiten in einem Freilichtmuseum auf der Tagesordnung stehen. Der 18-Jährige hat seinen Bundesfreiwilligendienst am 1. September angetreten und noch mehrere Wochen der laufenden Saison miterlebt. „Ich habe beim Auf- und Abbau für die Veranstaltungen geholfen und beim Erntedankfest das Lagerfeuer betreut“, erinnert er sich an seinen Dienstantritt. Auch die allererste Tätigkeit ist ihm im Gedächtnis haften geblieben: „Wir haben mit dem Bulli aus dem Kreishaus Toilettenpapier geholt“, lacht er. 

Jonah hat im Sommer am HEG sein Abi gemacht und möchte gerne Wirtschaftsingenieurwesen studieren, am liebsten in einem dualen Studiengang. „Ich möchte das Studium gerne mit dem Arbeitsalltag verknüpfen“, sagt er. Praxisluft schnuppert Jonah jetzt aber erst einmal am Haus Heese an der Schmiede, das gerade winterfest gemacht wird. Bufdi-Kollegin Nora lenkt den Trecker und bringt eine große Plane herbei. „Das Treckerfahren habe ich hier gelernt“, meint sie stolz. Auch Nora hat ein taufrisches Abitur in der 
Nora beim Treckerfahren.
Tasche. Was die Molzenerin später studieren möchte, weiß sie noch nicht so recht, da kommt die Praxis-Pause im Museum gerade recht. „Ich möchte gerne etwas Kreatives machen oder etwas mit Sprachen oder auf Lehramt studieren.“
Neben den Außenarbeiten werden die jungen Leute auch zu Aufräumaktionen herangezogen. Derzeit sind sie dabei, das Schriftenlager neu zu sortieren, kürzlich wurde die museumspädagogische Ausrüstung umgelagert. Beiden haben die Einsätze im Archiv und Magazin gut gefallen. Sie haben dort Neuzugänge fotografiert und die Angaben zu Objekten vervollständigt. Inhaltlich ging es dabei vielfältig zu: Kaffeekannen, Konservendosen, Babykleidung, Werkzeug – die Sammlungsbestände des Museumsdorfes sind breit gefächert. Auch für die neue Saison haben sie sich Gedanken gemacht: „Ich freue mich auf die museumspädagogische Arbeit und möchte mich besonders bei den Ferienaktionen einbringen“, sagt Nora. Einig sind sich beide darin, dass die Praxispause nach zwölf Jahren Schule gerade recht kommt. Mal vom Schreibtisch und den Lehrbüchern weg und Arbeitsalltag schnuppern, das passe zwischen den Lebensabschnitten. Nora liegt noch eines am Herzen: „Das Museumsteam ist total nett, das ist wichtig, wenn man den ganzen Tag miteinander verbringt“, sagt sie. Das Lob kann Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm zurückgeben. „Wir freuen uns über unsere engagierten Bufdis“, sagt er. Seit 2012 arbeiten regelmäßig junge Menschen im Bundesfreiwilligendienst im Museum – und das soll so bleiben.

Dienstag, 10. Januar 2017

Schlepper, Fledermäuse und Marunde

Unser Programmpaket ist geschnürt
Das Veranstaltungspaket für das neue Jahr ist geschnürt und Freunde des Museumsdorfes Hösseringen dürfen sich auch in der kommenden Saison auf ein abwechslungsreiches Angebot freuen.
Saisonstart ist am Sonntag, dem 19. März mit Handwerksvorführungen und Kinderaktionen. Von 10.30 Uhr bis 17 Uhr zeigt der Schmied sein traditionelles Handwerk, eine Weberin arbeitet am historischen Webstuhl und beantwortet
Fragen zum Thema „Spinnen und Weben“. Auch das Sägegatter aus der Zeit um 1920 und der Göpel sind in Betrieb. Die kleinen Besucher können das Arbeiten in der Schmiede und am Webstuhl ausprobieren oder Stockbrot am offenen Herdfeuer eines Bauernhauses backen.
Kurz danach, am 25. und 26. März finden zwei Lehrgänge rund um die Imkerei statt: Der Grundkurs Imkerei, Teil I: Theorie und ein Honiglehrgang mit Zertifikat. Für beide Lehrgänge ist der 1. März Anmeldeschluss.
Der erste besondere Höhepunkt im Jahreslauf wird die Eröffnung der Ausstellung „Zweite Kasse!!!“ mit Bildern und Fotos von Wolf-Rüdiger Marunde am 30. April sein. Der Karikaturist hat sich mit der Welt des ländlichen Handels und Verkehrs beschäftigt und diese in seiner unnachahmlichen Art künstlerisch, satirisch und amüsant auf die Schippe genommen. Auf Freunde historischer Traktoren wartet am 11. Juni das zweijährlich stattfindende Schlepperveteranentreffen. Ackerschlepper, Zugmaschinen und stationäre Antriebsmaschinen aus der Zeit bis um 1970 werden das Freilichtmuseum mit Tuckern und Knattern, Rauchwolken und Dieselduft und jeder Menge Fachkompetenz in Sachen Lanz, Deutz & Co. erfüllen. Die Motoren und Maschinen aus ganz Deutschland und vielleicht auch aus einigen Nachbarländern zeigen anschaulich die Geschichte der Motorisierung in der Landwirtschaft.
Das Museumsteam freut sich besonders, dass neben den Aktionstagen, Handwerksvorführungen und Themenführungen die Angebote für Kinder und Familien umfassend ausgebaut werden konnten. Basteln, Spielen und Mitmachen heißt es an vielen Tagen und ganz besonders in den Ferienzeiten. Im August ist dann wieder zur „Bat Night“ geladen. Im Rahmen der 21. Internationalen Fledermausnacht geht es mit dem Batdetektor durch das Freigelände. Außerdem finden Aktionen für Erwachsene und Kinder rund um das Thema „Fledermäuse“ statt wie Spiele und das Basteln von Nistkästen. Gruselfans dürfen sich auf Vampirgeschichten am Lagerfeuer freuen. Neu ist das Angebot „Nächtliche Tierwelt im Museumsdorf“. Mit der Natur- und Landschaftsführerin Nicola Mahnke geht es auf eine spannende Erkundungstour im Dunkeln, Fragen rund um die nächtliche Tierwelt wird mit Spaß und allen Sinnen nachgegangen.
Und außerdem: Die Häuser und Gärten, die Werkstätten und das großzügige Freigelände mit vielen unterschiedlichen Ausstellungen lohnen einen Besuch auch an jedem anderen Tag. Es gibt also jede Menge Gründe, ins Museum zu kommen. Alle Veranstaltungen sind unter dem Reiter oben zu finden!

Dienstag, 3. Januar 2017

Ein großes Dankeschön an die Fielmann AG

Im Jahre 1860 war sie brandneu – und heute erzählt sie im Museumsdorf Hösseringen aus der Vergangenheit. Eine alte Ladeneinrichtung ist derzeit Bestandteil der Sonderausstellung zum Einzelhandel in der Lüneburger Heide. Sie ermöglicht einen lebendigen Blick auf einen Teil der Geschichte unserer Region. „Um unsere Ausstellungen anschaulich und lebensnah gestalten zu können, brauchen wir Exponate aus der Region“, sagt Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm. Doch nicht immer sei das Museum aus
eigener Kraft in der Lage, Objekte für Ausstellungen herzurichten oder die finanziellen Mittel für die Restaurierung aufzubringen. Für derartige Projekte sei man auf die Unterstützung von Dritten angewiesen. Auch der Schrank und Tresen waren vor der Fertigstellung der Sonderausstellung nicht in vorzeigbarem Zustand. Restauriert werden konnten sie mit Unterstützung der Fielmann AG, die 3200 Euro zur Verfügung stellte. Dafür dankte der Museumsleiter jetzt, nach dem Ende der ersten
Ausstellungssaison, dem Leiter der Uelzener Fielmann-Niederlassung, Michael Bergbauer, und Jürgen Ostwald, der als Betreuer der Museumsförderung innerhalb der Fielmann AG die Finanzspritze möglich gemacht hatte. „Der Kontakt zum Museumsdorf Hösseringen ist über das Stadtmuseum Uelzen im Schloss Holdenstedt zustande gekommen“, erzählt Jürgen Ostwald. Etwa 150 Museen in ganz Deutschland mit Schwerpunkt Norddeutschland werden von seinem Unternehmen gefördert, insbesondere jene, die kaum einen eigenen Anschaffungsetat aufweisen können. So habe man dem Museum Schloss Holdenstedt beim Ankauf früher Arbeiten des Uelzener Malers Georg Wolf geholfen. Aber auch die Bestandspflege in den Museen liegt Jürgen Ostwald am Herzen – und das war der Anknüpfungspunkt für das Museumsdorf Hösseringen. „Es ist wichtig, unsere Kulturgeschichte zu kennen. Dazu brauchen wir unsere Museen. Sie zu unterstützen, gehört zur Philosophie unseres Hauses“, so Ostwald.

Die Ladeneinrichtung, ein Herzstück der Ausstellung, wurde um 1860 gebaut. Im Tresen befindet sich ein Schlitz zum Einwerfen von Münzen. Für das Geldwechseln musste die darunter befindliche Schieblade aufgeschlossen werden. „Für die Ausstellung wurden fehlende Holzteile und die Farbfassungen ergänzt“, erläutert Museumsleiter Dr. Brohm. Zuletzt seien die Möbel auf dem Hof Harms in Seedorf für die Hofwerkstatt genutzt worden. „Eine Schublade enthielt sogar noch Waren aus dem Laden, es handelte sich um Glaszylinder für Petroleumlampen“, so Brohm. Für die Ausstellung kombinierte das Museumsteam den großen Schrank mit einem Möbelstück für Schüttgüter, in dem früher beispielsweise Buchweizen oder Hafergrütze gelagert wurden. Dieses Möbel stammt aus dem Einzelhandelsgeschäft von Peter Maack in Bardowick. Neben der Herrichtung für Ausstellungszwecke dient die Restaurierung von Exponaten natürlich auch dem dauerhaften Erhalt als Teil der Museumssammlung. Auch hier hat das Museumsdorf ständig Bedarf. „Wir werden uns auch künftig in Hösseringen engagieren“, versprach Jürgen Ostwald zum Abschied – und Dr. Brohm hat auch schon ein Projekt im Auge.