Donnerstag, 29. Mai 2014

Kinderferienland Hösseringen

Hurra! Wir sind KinderFerienLand! Das Museumsdorf wurde vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium als besonders kinder- und familienfreundlich ausgezeichnet und trägt nun die Zertifizierung „KinderFerienLand Niedersachsen“. Wir wurden in rund 50 Kriterien der Kategorien Service, Sicherheit und Ausstattung auf Herz und Nieren geprüft und dürfen uns nun mit dem KinderFerienLand Niedersachsen-Logo schmücken und zeigen: Hier bei uns sind Kinder herzlich willkommen und gut aufgehoben!
Wir möchten, dass sich alle Besucher, Klein und Groß, bei uns rundum wohl fühlen. Die Zertifizierung freut uns sehr, sie ist eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit. Die Angebote für Kinder sind in den vergangenen Jahren stark ausgebaut worden, sowohl an den Aktionstagen als auch im museumspädagogischen Bereich und in den Ferien.

Montag, 26. Mai 2014

Wenn die Feuerwehr zum Eimer greift

Wenn früher ein Feuer ausbrach, dann konnte das zum Verhängnis für eine Siedlung oder sogar eine ganze Stadt werden. Denn das Feuer griff von einem Haus auf das nächste über und gut organisierte Feuerwehren wie heute gab es nicht. Gerade in den alten Bauernhäusern war die Gefahr eines Brandes besonders hoch, denn diese hatten über Jahrhunderte offene Feuerstellen und im Hause, in dem die Menschen mit ihren Tieren unter einem Dach lebten, lagerte jede Menge gut brennbares Material, besonders Heu und Stroh.
Unter der Decke im Rauch hingen die Würste und Schinken, die auf diese Weise konserviert wurden. Eine Speckseite, die Feuer gefangen hatte, konnte wie ein Geschoss sehr weit fliegen und weitere Gebäude entzünden.
Deshalb gehörte es schon im Mittelalter zu den Aufgaben von Stadträten oder anderen Amtspersonen, vorsorgende Maßnahmen wegen der dauernd latent vorhandenen Gefahr von Bränden zu ergreifen. Die älteste Nachricht aus Uelzen stammt aus dem Jahr 1578. Damals „ließ der Raht lederne Eymer und Feuer=Leitern verfertigen, wozu einige 40 Marck verwandt wurden.“

Solche Eimer waren in allen Haushalten vorhanden und wurden dicht bei der Feuerstelle griffbereit aufbewahrt. Wie dieser hier, der von Familie Sorge aus Böddenstedt stammt.

Die Glut in der Feuerstelle wurde nachts von der Gluthaube oder Feuerstülpe abgedeckt, denn die Hauskatzen legten sich gerne an die warme Feuerstelle. Es kam nicht selten vor, dass eine Katze in Brand geriet, panisch davonlief und dabei das ganze Haus in Brand setzte. 

Auf dem Bild in der Mitte ist eine alte Feuerspritze zu sehen. 

Donnerstag, 22. Mai 2014

Flauschig-kleine Diven

Die goldgelbe Wollhuhnmutter und ihre putzmunteren Küken waren die Stars. Sie begeisterten heute die vielen kleinen und großen Besucher, die uns zum "Tag der Tiere" besucht haben. Wir haben diesen Tag, der Bestandteil der Naturerlebnistage 2014 der Metropolregion Hamburg ist, gemeinsam mit den Gegfügelzuchtvereinen Uelzen und Bad Bevensen ausgerichtet. Mehrere Schulklassen und viele weitere Besucher waren angereist, um die Puten, Perlhühner, Gänse verschiedener Rassen, Enten, Hühner, Zwerghühner, Tauben und viele andere Tiere zu
besuchen.
Betreut wurden die Tiere von Rudolf Grote, Hans-Jürgen Drögemüller, Willi Zindler und Joachim Becker, die den Gästen auch allerhand erklärten. Das Interesse war riesig, wir haben uns alle sehr darüber gefreut. Viele Besucher kamen auch, um sich Tipps und Hinweise für die eigene Geflügelhaltung zu holen. Scheinbar schaffen sich wieder mehr und mehr Menschen Hühner oder sogar Gänse für den eigenen Bedarf an.
Aber nicht nur Geflügel hatten die Züchter mitgebracht, sondern auch ein Milchschaf mit Lamm. Die beiden bleiben bis auf weiteres im Museumsdorf und fressen erst einmal die Wiese neben dem Eingangsbereich ab. Wir finden, dass die es auch nötig hat.
Ostfriesische Milchschafe wurden in der Lüneburger Heide früher auf vielen Höfen gehalten - wegen ihrem Fleisch und der Wolle. "Heidschnucken geben keine gute Wolle, deswegen wurden immer außerdem Wollschafe gehalten", erzählt mir Hans-Jürgen Drögemüller.

Erstaunt war ich darüber, dass der balzende Puter für viele ältere Besucher Kindheitserinnerungen weckte.  Früher waren auf den meisten Höfen neben Hühnern, Gänsen und Enten eben auch Puten anzutreffen.

Unser Dank gilt außer den bereits erwähnten Helfern Matthias Behn, Vorsitzender des Uelzener Vereins, der trotz beruflicher Verpflichtungen geholfen hat, die Käfige herbringen und aufbauen und auch selber Hühner mitgebracht hat. Tatkräftig mitgeholfen hat außerdem Werner Schunke aus Böddenstedt.

Also, man sieht sich - im Museumsdorf. 

Dienstag, 20. Mai 2014

Erdbeer- und Rhabarberblüte

 Es kling regelrecht melodiös. Wenn ich das Wort Rhabarberblüte ausspreche, möchte ich am liebsten mit den Armen dazu dirigieren. Unserer Rhabarberblüte im Imkerhausgarten sind natürlich auch jede Menge Armbewegungen voran gegangen, doch die hatten weniger mit Musik und mehr mit Arbeit zu tun. Es hat sich gelohnt.
Die Erdbeeren stehen in Blüte, der Schnittlauch prunkt mit prallen runden Samenkapseln und der Spinat steht auch nicht schlecht im Beet.
Noch einmal ganz herzlichen Dank an das Calluna-Team und alle anderen fleißigen Helfer, die nach der ersten Pflanzaktion noch oft hiergewesen sind und den Garten auch weiterhin mit viel Liebe und Engagement pflegen.

Sonntag, 18. Mai 2014

"Durchhalten ist die Hauptsache"

Heute wurde unsere neue Sonderausstellung „Durchhalten ist die Hausptsache. Ländlicher Alltag während des Ersten Weltkrieges in der Lüneburger Heide“ eröffnet. Es hatten sich so viele Gäste angemeldet, dass die Eröffnungsveranstaltung aus Platzgründen im Brümmerhof stattfand, wo unser Museumsleiter, Dr. Ulrich Brohm und der Vorsitzende des Museumsvereins, Jörg Hillmer rund 200 Gäste begrüßen konnten. Viele Familien aus der Region hatten im Vorfeld Exponate aus Privatbesitz als Leihgabe zur Ausstellung beigesteuert.
Die Spendenbereitschaft hatte wirkliche alle unsere Erwartungen übertroffen. Auch an diese Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön dafür!
Die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Christine Böttcher, ging in ihrer Einführung auch auf die Forschungsgeschichte ein. „Der erste Weltkrieg bedeutete den Untergang des alten Mächtesystems. Danach sollte nichts wieder so sein wie zuvor. Die Aufarbeitung stand lange im Schatten des Nationalsozialismus.
Erst in den letzen Jahren hat der Erste Weltkrieg vermehrt wissenschaftliches Interesse gefunden“, sagte sie.

Marga und Alfred Heuer haben Fotos, Feldpostkarten und ein Buch aus Familienbesitz zur Ausstellung beigesteuert. Einige Exponate haben sie in der Ausstellung wiederentdeckt, darunter ein Foto vom Onkel Heinrich Heuer als etwa Fünfjähriger im Matrosenanzug und mit Gewehr im Arm von 1901. Das Gewehr ist fast ebenso groß wie das Kind. 

Donnerstag, 15. Mai 2014

Rettungsaktion für Jäger der Nacht

Nein, ein Langohr ist sie definitiv nicht, die kleine braune, pelzige Fledermaus, die wir heute beim Öffnen einer seltener benutzten Seitentür gefunden haben. Gemeinsam mit zwei Artgenossen hatte sie sich in der Türlaibung verkrochen, um den hellen Tag zu verschlafen und wurde dabei von unseren Handwerkern jäh aufgescheucht.
Wegen der Kälte blieben zwei der kleinen Nachtsegler allerdings geradezu phlegmatisch träge, nur die eine zeigte nicht nur ihre großen Flugmembranen, sondern angesichts der ungemütlichen Störung auch Zähne. Und ja, die Eckzähne sind nicht ohne. Also, ich tippe mal auf den Kleinen Abendsegler, aber das wissen die Naturschützer besser.
Wir sind jedenfalls froh, dass es hier im Museumsdorf Fledermäuse gibt, denn es sind hochinteressante Tiere.
 
In einer Langzeitstudie haben Wissenschaftler der Uni Greifswald herausgefunden, dass Fledermäuse in stabilen sozialen Beziehungen leben. Sie leben in Gruppen zusammen und insbesondere die älteren Weibchen (Fledermäuse können bis zu 20 Jahre alt werden) betreiben eine intensive Beziehungspflege zu Großmutter, Mutter und Tochter, aber auch Freundinnen der Familie.
Wie sich die Tiere wiedererkennen, weiß man bislang nicht. Uns werden sie sicher bald vergessen haben - und den Schreck in der Morgenstunde hoffentlich auch. 

Dienstag, 13. Mai 2014

Wollt ihr Öl, dann sammelt Bucheckern

In den letzten Tagen vor einer Ausstellungseröffnung wird die Spannung im Team immer größer. So geht es uns auch gerade. Eben habe ich mir Plakate aus der Zeit des Ersten Weltkrieges angeschaut. Im Verlaufe des Krieges ist die Not immer schlimmer geworden. Es mangelte an allem. Der Staat setzte mit seiner allgegenwärtigen und damals sehr modernen Propagandamaschinerie unter anderem auf die Solidarität der Menschen untereinander.
Und auf Einfallsreichtum, denn Not macht bekanntlich erfinderisch. So wurden die Menschen aufgerufen, Bucheckern für die Herstellung von Öl zu sammeln. Ein rotbemützter, barfüßiger Zwerg mit wehendem Bart und kleinem Körbchen huscht durch den Wald. Nein, beschaulich sieht der putzige Geselle wirklich nicht aus, man sieht ihm an, dass er eilen muss, will er sein Soll erfüllen.
"Gebt es heraus - das Heer braucht es" heißt es auf einem anderen Plakat. Gemeint sind Metalle jeder Art und der hünenhafte Sammler wirkt wie das Idealbild des deutschen Helden. Wieland der Schmied lässt grüßen. Sein Sack quillt über von Hausrat jeder Art. Töpfe, Kannen, Krüge, Leuchter und Bügeleisen sollen ihren Weg in die Waffenschmieden der Armee finden, aber auch Prunkdegen und Nippes bis hin zum Humpendeckel aus Zinn. Auch vor Kirchenglocken wurde nicht halt gemacht.

Die Ausstellung über den Ersten Weltkrieg ist ab Sonntag, 18. Mai 14 Uhr zu sehen. Wir freuen uns auf viele Gäste.

Sonntag, 11. Mai 2014

Lieber den Spatz in der Hand

Das Wetter gibt dieser Tage ja nicht viel Anlass zum Aufenthalt in freier Natur. Mehr oder weniger heftige Regenschauer wechseln sich fröhlich mit Windböen ab und man ist froh, drinnen warm und trocken sitzen zu können. Obwohl die zwischen den Regenwolken immer mal wieder kurz hervorblinzelnde Sonne sehr schöne Motive lieferte.
So wie den Brümmerhof mit der frühlingsfrischen Buchenhecke im Vordergrund und den unheildrohenden Wolken am Horizont.
Oder die wilden weißen Heckenrosen am Wegesrand, die am Wege zum Dorfteich gerade blühen.
Wie es die dicke Taube so lange Zeit auf den Pferdeköpfen am Giebel des Hauses Oldendorf ausgehalten hat, ist mir allerdings ein Rätsel. Sie hätte sich bei dem Wetter ja auch ins Trockene zurückziehen können. Aber offenbar gefiel es ihr dort oben besonders gut. Na ja, die Aussicht ist bestimmt grandios.
 Mir fiel bei der Gelegenheit der Spruch ein, dass der Spatz in der Hand besser ist als die Taube auf dem Dach. Sehr viele Spatzen gibt es hier im Museumsdorf allerdings nicht. In den Dörfern heutzutage aber auch nicht mehr. Das liegt daran, dass es nicht mehr viele Landwirte gibt, die Tiere im Dorf halten. Die Spatzen finden deshalb einfach nicht mehr genug zum Fressen.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Haushaltskonsolidierung setzt Kräfte frei

Gestern hatten wir Mitgliederversammlung und nahmen diese zum Anlass, um uns noch einmal für die Haushaltskonsolodierung zu bedanken, die alle Gruppen und Fraktionen des Kreistages einvernehmlich beschlossen haben. Insbesondere unser Schatzmeister Ernst Parr freute sich über den Haushaltsabschluss.
Und noch etwas lässt uns aufatmen: Bald sind die Straßenbaumaßnahmen in Suderburg abgeschlossen und dann heißt es wieder "freie Fahrt" nach Hösseringen.

Schon jetzt können wir steigende Besucherzahlen verbuchen. Aber nicht nur finanzielle Zuschüsse lassen das Museum positiv in die Zukunft blicken, sondern darüber hinaus bürgerschaftliches Engagement sowie Kooperationen mit anderen Einrichtungen. So wurde im Frühjahr beispielsweise ein Kooperationsvertrag über die Pflege des weitläufigen Außengeländes mit der Neuen Arbeit Uelzen-Lüneburg geschlossen. Auch für die Pflege der Museumsgärten sowie die Arbeit im Magazin konnten weitere ehrenamtliche Kräfte gewonnen werden.
Derzeit sind wir neben der Vorbereitung der Weltkriegs-Ausstellung mit der Museumsregistrierung beschäftigt. Unser Museum war eines der ersten, dass vor sieben Jahren das Museumsgütesiegel erhalten hat, der Geltungszeitraum ist nun abgelaufen. Es ist ein aufwendiges Verfahren, das sich nach unserer Meinung jedoch lohnt, denn es dient sowohl der eigenen Standortbestimmung als auch der Wahrnehmung von außen und ist ein Kriterium bei der Vergabe von Fördermitteln.

Auf dem Foto in der Mitte ist der Vorsitzende des Museumsvereins, Jörg Hillmer, zu sehen.

Dienstag, 6. Mai 2014

Endspurt

Es sind nicht mehr ganz zwei Wochen bis zur Eröffnung unserer Sonderausstellung zum ersten Weltkrieg. Wir haben uns dazu entschlossen, die vielfältigen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf eine ländlich geprägte Region darzustellen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihr Erleben des Kriegsalltags, der durch Trennung und Verlust, Versorgungsnöte und den Einschränkungen der Kriegswirtschaft, aber auch durch eine massive Durchhaltepropaganda geprägt war.
Unsere Mitarbeiter sind derzeit voll und ganz mit  dem Aufbau der Ausstellung beschäftigt. Auch dieser große Ackerwagen mit Rädern aus Militärbeständen, benutzt von dem Landwirt Peter Kruse in Bode, Landkreis Uelzen, gehört dazu. Er wurde um 1918 gebaut oder erworben, Wilhelm Schulze, der Inhaber der Bevenser Maschinenfabrik und des Standardwerkes Hannover berichtet in seinen Lebenserinnerungen:

„Sobald die ersten Truppen zurückgekehrt waren, fanden täglich große Auktionen von Pferden auf den Kasernenhöfen statt. Häufig waren solche Auktionen zu gleicher Zeit an zwei oder mehreren Stellen, um die vielen Pferde schnell abzustoßen. Sie wurden oftmals zu Spottpreisen verkauft. Später stiegen die Preise etwas. Auch ich habe für meinen Bedarf zwei Pferde gekauft. In der Vahrenwalder Heide, ganz in der Nähe des Standardwerks, waren Hunderte, ja Tausende von Militärfahrzeugen aufgefahren, und auch hier wurden täglich Auktionen dieser Fahrzeuge abgehalten. Selbstverständlich wurde auch hierfür nur ganz wenig bezahlt. Sehr gut erhaltene , zum Teil wenig benutzte Infanteriewagen, welche neu M. 1.500.- gekostet haben, wurden für M. 30,- oder M 40,- verkauft“


Der Wagen wurde als eines der ersten Exponate in unsere große Ausstellungshalle transportiert, erst danach begannen wir mit dem Aufbau der Vitrinen. Denn an denen hätten wir den Wagen bestimmt nicht heil vorbei bekommen.

Sonntag, 4. Mai 2014

Hei ho, Hei ho


Was haben Gartenzwerge eigentlich im Museumsdorf zu suchen? Mal davon abgesehen, dass sich an den putzigen Gesellen die Geister scheiden - die einen finden sie einfach nur abartig, die anderen lieben sie - bevölkern Zwerge und Wichtel die europäische Märchen- und Sagenwelt wie kaum ein anderes Wesen. Von allen Dämonen und Elementargeistern sind Zwerge den Menschen am nächsten. Der Zwerg verfügt über Schlauheit und Weisheit, die ihn unbesiegbar erscheinen lässt und seine geringe Größe spielend überbrückt. Zwerge sind außerdem fleißig und arbeiten hart und nach strengen Regeln. Allerdings entzieht sich der Zwerg gerne der Beobachtung, ja er liebt das Versteckspiel.
Sein Verhältnis zu den Menschen ist nicht einfach. Einerseits helfen Zwerge Menschen, die in Not geraten sind, im Verborgenen. Werden sie aber entdeckt, verschwinden sie. Andererseits gelten Zwerge auch als boshaft und rachsüchtig, als verschlagen und gierig. Hier auf dem Bild von Alexander Zick (1845 - 1907) ist beispielsweise der Zwerg aus "Schneeweißchen und Rosenrot" dargestellt - und der war nicht besonders nett.
Mit einem Wort: Zwerge sind so interessant, dass sie es verdienen, in einer eigenen Ausstellung im Museumsdorf vorgestellt zu werden. Dem konnten wir uns nicht entziehen und haben unter dem Titel "Kleine vollbringen Großes" eine Zwergenausstellung gestaltet.

Hier eine kleine Kostprobe aus der Sagenwelt der Lüneburger Heide
Das Heinzelmännchen zu Celle
Von den Herzögen residirte einst auch mal einer auf dem Schlosse zu Celle, der mit Kindern reich gesegnet war. Wenn nun die Kinder auf dem Rasenplatze vor dem Schlosse spielten, so gesellte sich gar oft ein kleines Männlein zu ihnen, welches ein prächtig Sammetkleid an hatte und ein Hütchen mit wallenden weißen Federn auf dem Kopfe trug; das gab den Kindern die hübschesten Spiele an und spielte auch gern selbst mit. Ließ sich aber ein Erwachsener sehen, so verschwand das Männlein, und niemand wußte, woher es gekommen und wohin es gegangen. ... Quelle: www.sagen.at

Donnerstag, 1. Mai 2014

A casa mia iI padrone sono io!

Evi und Hans-Jürgen Drögemüller sowie Joachim Becker, Mitglieder der Uelzener und Bad Bevenser Geflügelzüchtervereine haben dem Museumsdorf Hösseringen wie in jedem Jahr auch in diesem Frühjahr wieder Geflügel gespendet. Schon seit 30 Jahren versorgen die Züchter das Museumsdorf mit Tieren. Insgesamt wurden zehn Enten auf den Teich gesetzt, davon einige Landenten mit Haube und smaragdgrünglänzende Cayuga-Enten.
Hinzu kommen sechs Hühner: rebhuhnhalsige, goldfarbige und silberfarbige Italiener sowie eine Maranhenne, die schokoladenbraune Eier legt. Der Hahn ist auch Italiener. A casa mia iI padrone sono io!


Cayugaenten sollen übrigens amerikanischen Aufzeichnungen zufolge von den Cayuga-Indianern als erste als Haustiere gehalten worden sein. Erstmals ausgestellt wurden sie 1851 im Crystal Palace in New York. Der Name Cayugaenten entstand vermutlich 1863. Zum einen wurde er abgeleitet vom Verbreitungsgebiet, dem Cayuga-See, und zum anderen von den Cayuga-Indianern. Bereits 1874 wurden die schwarzen Cayugaenten in den amerikanischen Standard of Perfection aufgenommen. Die älteste farbige Darstellung ist vermutlich auf das Jahr 1886 datiert: zwei Cayugaenten eines W. Simpson in feinem Glanz, daneben ein Paar Black East India Ducks (Smaragdenten), im Ganzen noch vollkommener und opulenter im Glanz. Sehr ähnlich in Form und Farbe sind die Cayugaenten im „Illustrierten Entenbuch“ von Dr. A. Maar aus dem Jahre 1891 abgebildet.