Donnerstag, 31. Juli 2014

Buntes Treiben drinnen und draußen


Kurz vor Ferienbeginn stimmten sich die Kinder der 2. Klassen der Karl-Söhle-Schule Hankensbüttel im Museumsdorf schon einmal auf die schönsten Wochen des Jahres ein: Einen Tag lang machten drei zweite Klassen die Häuser, Werkstätten und das Freigelände des Museumsdorfes unsicher.
Der Ausflug in den Nachbarlandkreis ist für die Zweitklässler der Söhle-Schule bereits Tradition. Sie nutzen den Tag, um viele Aspekte des Lebens heute mit dem von früher zu vergleichen. Getreideanbau und die Ernte, Schmieden, Kochen und der Hausbau standen auf dem Programm. Alles, was die Kinder im Museum gesehen und gehört haben, wird dann in der dritten Klasse im Unterricht bearbeitet.
Am Kötnerhaus rätselten Kinder, Eltern und Lehrer, wie die Familie hieß, die einst das Haus erbaut hat und wann dies genau geschah. Spannend fanden die Kinder die neue Lehmwand, die gerade erst eingebaut worden ist. Anschließend wurde drinnen das Herdfeuer entfacht.
Heiß her ging es auch in der Schmiede, wo Museumsschmied Peter Böttcher vorführte, wie ein Nagel geschmiedet wird.
Zu guter Letzt wurde noch der Spielplatz ausprobiert. Trecker und Stelzenlauf waren hier die Favoriten.

Montag, 28. Juli 2014

Kuhfladen für den Fußboden

Dass daran einmal Mangel sein sollte, konnte sich vor 100 Jahren bestimmt niemand vorstellen: frische Kuhfladen. Unser Restaurator Philipp Ramünke brauchte kürzlich welche für die Behandlung des Fußbodens im Haus Oldendorf - wo aber hernehmen? Da ist es ein Glück, dass in Hansen, auf der großen Wiese am Ufer der Gerdau, die braunen Kühe von Bauer Dehrmann weiden. Hier wurde Philipp Ramünke fündig und nahm mit Erlaubnis des Bauern einige Eimer wertvoller Fracht mit nach Hösseringen.
Was haben nun die frischen Fladen mit dem Fußboden zu tun? Nach einem alten Rezept, das wir vom Freilichtmuseum Detmold bekommen haben, wird daraus unter Zugabe von Milch, ein wenig Fett und Lehm eine kaseinhaltige Masse, mit der früher gestampfte Lehmböden behandelt wurden. Die Masse bildet eine Schutzschicht, verhindert das rasche Abtreten des Bodens und macht diesen widerstandsfähiger. Das wollten wir auch so machen, denn in den nächsten Wochen und Monaten wird der Fußboden im Haus Oldendorf jede Menge Menschen "über sich ergehen" lassen müssen: Wir sind derzeit nämlich intensiv mit dem Aufbau der Ausstellung über das 16. Jahrhundert beschäftigt, die hier ab dem Spätherbst dauerhaft gezeigt werden soll.

Sonntag, 27. Juli 2014

Wir sind ein Geheimtipp!

Dass wir ein "Tipp" sind, finden wir schon mal toll - und am "Geheim" arbeiten wir nach Kräften. Der "Geheimtipp Hösseringen" ist das Ergebnis einer Studie, die von der Hamburg Marketing GmbH (HMG) nach Hamburger Vorbild erstellt worden ist. Es sollte ermittelt werden, was die Metropolregion für Einwohner und Touristen attraktiv macht. 2.043 Menschen wurden zu mehr als 70 Besonderheiten befragt, die die Stärken der zur Metropolregion gehörenden 19 Landkreise und Städte ausmachen.
Dabei ging es nicht nur um die Bekanntheit, sondern auch um die Attraktivität der jeweiligen Gegebenheiten.
Das Museumsdorf wird danach innerhalb der Metropolregion Hamburg als überdurchschnittlich attraktiv angesehen. Es ist zwar nicht so bekannt wie andere Besonderheiten der Metropolregion, wird aber hinsichtlich seiner Attraktivität mit 8,1 von 10 möglichen Punkten hervorragend bewertet. Und zwar sowohl von den Einwohnern der Metropolregion als auch von denjenigen Befragten, die nicht in der Metropolregion leben. Darauf sind wir stolz.
Nachlegen müssen wir allerdings in Sachen Bekanntheitsgrad. Mit 15 Prozent überregional schneiden wir zwar ebenso gut ab, wie vergleichbare Museen, aber nur 23 Prozent der Bewohner der Metropolregion kennen das Museumsdorf. Immerhin können wir Dank der Entschuldung durch den Landkreis in diesem Jahr auch im Bereich Marketing mehr leisten, als es in der Vergangenheit möglich war.
Für die Kinder der Karl-Söhle-Schule in Hankensbüttel, die hier auf dem Foto sind, ist das Museumsdorf jedenfalls kein Geheimtipp! Sie verbrachten kürzlich einen schönen Tag bei uns. 

Sonntag, 20. Juli 2014

Heidi ist krank!

Unser Schnuckenmädchen Heidi ist krank. Vorgestern war sie morgens noch ganz munter und als unser Mitarbeiter Jarek Kosiello am Nachmittag noch einmal nach den Tieren schaute, ging es ihr gar nicht gut. Sie war matt und hatte Durchfall. Deshalb war der Tierarzt im Museumsdorf und hat Heidi untersucht.
Durchfallerkrankungen sind nämlich sehr gefährlich für Lämmer, denn sie können schnell zur Austrocknung führen.  Der Tierarzt meint, es ist eine Streptokokken-Infektion und hat Heidi Medizin verschrieben. Es ist allerdings gar nicht so einfach, ihr diese auch zu verabreichen.
Denn darin sind sich wohl alle Kinder einig: bittere Medizin nimmt keines gerne! Und erklären kann man es Heidi ja nicht. Aber Jarek Kosiello hat das richtige Händchen für die Tiere und so schluckt sie schließlich doch die bittere Paste aus der großen Spritze. Zum Glück geht es ihr schon wieder besser.