Mittwoch, 22. Oktober 2014

Geborgenheit mit Licht und Wärme



Licht und Wärme - es gibt wohl kaum einen anderen Begriff, der mehr für das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit steht, als diese beiden Worte. Aber Licht ist auch gefährlich, früher, als in den Wohnhäusern der Menschen noch offene Herdfeuer brannten, ohnehin. Kein Wunder, dass die Menschen Leuchtern und Öfen immer eine besondere Aufmerksamkeit zugewandt haben. 

Auch bei uns im Museumsdorf gibt es eine große Sammlung dazu. Hier zum Beispiel ein Leuchter für eine Kerze, die man nach und nach hochschieben kann. Er hat einen gedrechselten Fuß mit Messingplatte und sechs stehende Drähte, in der Mitte befindet sich der Teller für die Kerze. Diese Art Leuchter war vom 15. bis ins 19. Jarhundert gebräuchlich. 



Wer mehr dazu wissen möchte, sollte am Freitag um 15 Uhr zur Themenführung kommen - siehe auch Veranstaltungen. 

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Hauswirtschaft früher und heute



Auf den Spuren der Hauswirtschaft waren kürzlich Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Hauswirtschaft in Uelzen bei uns zu Gast.

In mehreren Gruppen erkundeten sie das Gelände und die Häuser und ließen es sich nicht nehmen, am offenen Herdfeuer selbst ein Mittagessen zuzubereiten. Natürlich nach altem Rezept: Es gab Buchweizenpfannkuchen, die die Schüler am Tag zuvor bereits vorbereitet hatten.
Aufgabe des Tages war es, die Haus- und Wirtschaftsverhältnisse früherer Zeiten zu erkunden und mit den heutigen Gegebenheiten zu vergleichen. Jede Gruppe nahm sich ein Gebäude vor, dass dann in der Schule vorgestellt werden soll. „Der Montag kann durch aus mit einem Test beginnen“, kündigten die Lehrerinnen Birgit Lehmann und Regina Schulz an, die diesen Ausflug auch organisiert hatten, um den Schülern in der neuen Klasse die Gelegenheit zu geben, sich kennenzulernen und Zusammenhalt
aufzubauen. Klassensprecherin Eleonora Rekin war sich mit ihren Klassenkameradinnen und Kameraden jedenfalls einig, dass dies ein gelungener Auftakt für das gemeinsame Schuljahr war. 
Möglich wurde der Ausflug dank des Museumsbusses, der nun eifrig genutzt werden soll. Wenn es demnächst nach Hannover ins Küchenmuseum geht, wird allerdings der Zug genommen. 

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Sauerkohl statt Pilze


Er hatte sich eigentlich aufs Pilzesuchen eingestellt. Statt dessen steht er im Kötnerhaus des Museumsdorfes Hösseringen am Tisch und stampft in einem großen Bottich Sauerkohl. Heinz Ostermann aus Ebstorf findet das trotzdem ok, noch dazu, wo er gemeinsam mit lieben Menschen in der historischen Kohlküche werkelt.

Mitgebracht hat er seine Frau Bärbel und das Ehepaar Maria und Elias Rusko. Kennengelernt haben sich die beiden Paare allerdings nicht erst im Museumsdorf - und das haben sie ihren Kindern Anja und Ralf zu verdanken. Die beiden haben vor einigen Jahre geheiratet und nun halten sie jedes Jahr eine Überraschung für ihre Eltern und Schwiegereltern bereit. 
Voriges Jahr ging es in die Pilze und in diesem Jahr wurde im Museum Sauerkohl bereitet. Hobeln, Schneiden, Kneten und die großen Bottiche füllen, es ging schneller, als anfangs vermutet. Verfeinert mit Sahne und Lorbeerblättern, Wacholder und weiteren Gewürzen muss der Kohl nun eine Woche warm gehalten werden und dann noch für vier Wochen in den kühlen Keller.

Erst dann darf gekostet werden, wie der Museums-Kohl-Experte Wolfgang Fröhlich empfiehlt. 
Die Familien Ostermann und Rusko haben versprochen, sich daran zu halten. Obwohl das Warten nicht leicht fällt...

Dienstag, 14. Oktober 2014

Weben mit Naturmaterialien


Womit kann man weben? Mit Leinen und Wolle, das weiß jedes Kind.
Kinder, die kürzlich im Museumsdorf Hösseringen am Web-Kurs teilgenommen haben, wissen jetzt noch viel mehr.


Zum Beispiel, dass man mit ganz vielen Materialien weben kann: mit Schilf, mit Stöcken oder mit Stroh. Natürlich auch mit Wolle.
Die Materialien für ihren Web-Kurs haben die Kinder zunächst auf dem Gelände des Museumsdorfes gesammelt, anschließend ging es in den Seminarraum, wo die Ausbeute gemeinsam verarbeitet wurde.
Auch David, Samantha und Saphira aus Lutterloh waren mit dabei und haben schöne Fensterdekorationen gewebt. Die Geschwister sind übrigens „alte Museumshasen“ und bei den Kinderaktionen regelmäßig dabei.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Nicht erschrecken!



Unsere Bäume haben Augen! Wer dieser Tage im Museumsdorf Hösseringen unterwegs ist, sollte nicht erschrecken, wenn er sich beim Spaziergang beobachtet fühlt. Unsere Bäume haben nämlich neuerdings Gesichter.


Die lustigen, schaurigen und auf jeden Fall sehr kreativen Gesichter haben Kinder gestaltet, die kürzlich zu einer Mitmachaktion ins Museum gekommen waren.




Zuerst haben die kleinen Künstler im Gelände Materialien gesammelt, die sie zur Verzierung der Gesichter gebrauchen können. Anschließend wurde gemeinschaftlich der Lehm angerührt und ein passender Baum ausgesucht.



Mit viel Spaß gestaltete jedes Kinder anschließend sein Lehmgesicht.