Freitag, 30. Januar 2015

Fährten im Schnee

Sie verlaufen schnurgerade durch den jungfräulichen Schnee, hügelabwärts am Rande des winterlichen Trockentales und direkt in die Richtung, wo unsere Wolfsfalle aufgebaut ist. Aber nein, es sind keine Wolfsspuren, dazu sind die Fährten zu klein.


Wahrscheinlich war hier letzte Nacht ein Fuchs unterwegs und hat auf der Suche nach Beute seine Pfotenabdrücke im Schnee hinterlassen. Die Gans auf unserer Wolfsfalle ist ja auch gar keine echte und lockt mit Sicherheit keine Beutegreifer an.


Die Wolfsfalle steht nicht weit vom kleinen Außenschafstall aus Bohlsen und dokumentiert, wie früher Wölfe gefangen wurden. Zum Beispiel in einer Grube, die mit einem Beutetier für den Wolf interessant gemacht wurde.


Wer hier unterwegs war, ist wiederum leicht zu erraten: Unser Museumskater schaut gerne einmal den Schnucken zu und sucht sich dazu einen Platz auf den Baumstämmen, die hier gelagert werden. Einige davon werden zur Saisoneröffnung zu Brettern verarbeitet. Aber jetzt bieten sie noch ein schönes Fotomotiv...

Montag, 26. Januar 2015

Unser Jahresprogramm steht


Bald ist es wieder soweit: Am Sonntag, 15. März beginnt die diesjährige Saison mit einem abwechslungsreichen Aktionstag. Von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr werden auf dem Museumsgelände sowie in unseren Gebäuden und Ausstellungen alte Handwerkstechniken vorgeführt.

In der Schmiedewerkstatt zeigt der Schmied sein traditionelles Handwerk, das Sägegatter aus der Zeit um 1925 ist in Betrieb und eine Weberin arbeitet am historischen Webstuhl und gibt Auskunft zum Thema „Spinnen und Weben“.
Die kleinen Besucher können im Kötnerhaus aus Bahnsen Stockbrot am offenen Herdfeuer backen und in unseren Gärten zeigt sich hoffentlich das erste frische Grün.
In den Osterferien dürfen sich die Kinder auf ein abwechslungsreiches Angebot mit Basteln, Weben und vielen Mitmachaktionen freuen. Am Wochenende vom 5. bis zum 7. Juni singt und klingt es überall: Musiker aus ganz Europa finden sich zum KlangRauschTreffen im Museumsdorf ein und laden zum Mitsingen, Mittanzen und Musizieren ein. Mehrere Konzerte entführen in die alte und neue Welt der Volksmusik.

Trecker- und Motorenfans kommen im Juli auf ihre Kosten: Vom 4. bis zum 5. Juli ist zum großen Schlepper-Veteranentreffen geladen. Überall auf dem weiträumigen Museumsgelände sind historische Fahrzeuge unterwegs, im Rahmen einer Vorführung gibt es detaillierte Erklärungen dazu. Ein Teile-Flohmarkt lädt zum Stöbern ein und die passenden Schrauber-Fachgespräche sind garantiert kostenfrei.
Beim Köhlerfest am 6. September können die Besucher erleben, wie ein Kohlemeiler, der nach historischem Vorbild aufgebaut und eine Woche lang in Brand gehalten worden ist, geöffnet wird. Wer möchte, kann eine Tüte Holzkohle erwerben.


Im Oktober wollen wir gemeinsam Erntedankfest feiern. Auch an diesem Tag, dem 4. Oktober, werden viele Handwerker zugegen sein und ihre Kunst vorführen. Natürlich ist dann auch wieder die große Dreschmaschine, angetrieben von unserer historischen Dampflokomobile, bei der Arbeit.
Am Tag der Steine am Freitag, 9. Oktober, sollen unsere Besucher erfahren, warum die Lüneburger Heide „steinreich“ ist.

Wir freuen uns auf viele Gäste!

Mittwoch, 21. Januar 2015

Der Haushalt ist im Plus


Ungewohnt früh im Jahr fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung im Haus am Landtagsplatz statt. Dafür aber mit einem besonderen Grund zur Freude: Erstmals werden wir voraussichtlich unseren Haushalt mit einem leichten Überschuss abschließen können.

Für unseren Schatzmeister, Herrn Parr, war es "ein großer Schritt nach vorne", wie er in seiner Haushaltsvorstellung betonte. Möglich wurde dies dank der Entschuldungshilfe des Landkreises, aber auch unserer eigenen Sparsamkeit.

Unser Vereinsvorsitzender Jörg Hillmer betonte, dass das Museumsdorf weit über die Grenzen des Landkreises Uelzen wahrgenommen wird, ein Grund dafür sei der "hohe wissenschaftliche Anspruch", den wir stets zur Grundlage unserer Arbeit machen. Dies wird auch in diesem Jahr wieder im Fokus stehen, wenn wir uns erneut der Museumsregistrierung stellen. Wir haben dieses Verfahren bereits 2007 erfolgreich durchlaufen und müssen die Anerkennung nun erneut beantragen.
In Sachen Besucherzahlen haben wir uns eine Steigerung vorgenommen. Mit dem Schlepper-Veteranentreffen, das am 4. und 5. Juli stattfinden wird, wird uns das sicher gelingen.
Ansonsten soll das laufende Jahr der Ausstellungsvorbereitung und Konsolidierung dienen, nachdem wir 2014 die große Ausstellung über den Ersten Weltkrieg eröffnet haben, die noch diese Saison zu sehen ist. Zweites Großprojekt war die Dauerausstellung im Haus Oldendorf, eine moderne Ausstellung, die nicht nur Geschichte des Hauses und seiner Bewohner vorstellt, sondern auch einen Einblick in die Agrargeschichte bietet. 
Auch sonst haben wir uns einiges vorgenommen: Neben den großen Veranstaltungen wie dem KlangRauschTreffen, dem Köhlerfest, dem Erntedankfest uns unseren Märkten wird es wieder viele kleinere Aktionen geben, gerade unsere Kurse und Worshops und auch die speziellen Themenführungen sind sehr gut angenommen worden. Kinder dürfen sich auf gut gefüllte Ferienkalender freuen. 

Mittwoch, 14. Januar 2015

Zuwachs in der Herde

Vier neue Heidschnucken sind seit einigen Tagen in unserer Herde zuhause. Anfangs waren sie noch recht schüchtern und hielten sich von den "alten Museumsschnucken" abseits, doch inzwischen haben sie sich gut eingelebt. Vom Bock sind sie ohnehin längst akzeptiert, nur die Mütter halten noch ein wenig Abstand.
Wir haben die Tiere von Kulmanns Heidschnuckenhof in Niederohe bekommen, sie sind eineinhalb Jahre alt. Im März - April werden wir wieder Nachwuchs in unserer Herde haben.


Abb aus: "Wir Heidschnucken vom Sothriethhof"
Ein Jander Jordan  Buch, Calluna Verlag Gifhorn

Beim Heideschäfer Kuhlmann ist es übrigens schon soweit, in seiner Herde ist bereits ein Zwillingspärchen geboren. Heidschnuckenlämmchen sind übrigens sehr wetterfest und es macht ihnen nichts aus, wenn sie bei Schnee und Frost draußen geboren werden. Unter dem dicken Fell der Mutter haben sie es schön warm.