Mittwoch, 29. Juli 2015

Eine Woche im Museumsdorf leben und arbeiten



Seminar „Köhlerei in der Lüneburger Heide“ mit Arne Paysen


Zu einem einwöchigen Seminar „Köhlerei in der Lüneburger Heide“ laden das Museumsdorf Hösseringen und der Archäologe und Schmied Arne Paysen von Montag, 7. September bis Sonntag, 13. September, ein. Die Teilnehmer wohnen im Zelt auf dem Gelände des Museumsdorfes, direkt am Meiler. Gekocht wird über dem offenen Feuer.


Kern des Seminars ist der Aufbau und der Betrieb eines stehenden Meilers zur Herstellung von Holzkohle. Die Technik wurde in der Lüneburger Heide bis ins 20. Jahrhundert genutzt und ist in vielen Gebieten Europas auch heute noch in Gebrauch.
Neben der Köhlerei und der Geschichte dieses alten Handwerks behandelt das Seminar auch verschiedene Aspekte des nachhaltigen Waldbaus, die Nutzungsmöglichkeiten von Holzkohle und die Herstellung von Forstwerkzeugen wie Äxten und Hippen, die in praktischen Übungen auch selbst hergestellt werden können. Die geschmiedeten Werkzeuge können, ebenso wie die selbst hergestellte Holzkohle und die umfangreichen Seminarunterlagen, selbstverständlich mit nach Hause genommen werden.


Die Kosten betragen 750 Euro inklusive Verpflegung, Material und Eintritt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 7. August bei Arne Paysen erforderlich, Tel.: 0 43 47 / 730 49 42, E-Mail: isentosamballerer@gmx.de.

Dienstag, 28. Juli 2015

40 Jahre Museumsdorf Hösseringen

Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm
Rückschau und Ausblick und eine fröhliche Geburtstagsfeier rund um den Brümmerhof

"Auch nach 40 Jahren ist der Ausbau des Museumsdorfes nicht beendet, zahlreiche Projekte warten auf ihre Umsetzung", machte Dr. Ulrich Brohm die vielen Gäste, die zum 40. Geburtstag des Museumsdorfes gekommen waren, neugierig. In seinem Ausblick skizzierte der Leiter des Museumsdorfes,  dass nicht nur eine Reihe von Gebäuden wie etwa ein Landarbeiterhaus aus Dreilungen und eine
Dr. Heinz Schirnig
Flüchtlingsbaracke auf ihre Umsetzung und den Wiederaufbau im Museumsdorf warten, sondern auch an den Dauerausstellungen gearbeitet werden soll. Neben den internen Vorhaben wie der Verbesserung der Unterbringung der umfangreichen Sammlung hat sich das Museumsteam vorgenommen, durch neue Angebote weitere Zielgruppen zu erschließen. "Hierzu wäre ein aussagekräftiges Marketingkonzept wünschenswert", machte Dr. Brohm deutlich. Auch an der Erreichbarkeit und der Infrastruktur müsse gearbeitet werden.

Landrat Dr. Heiko Blume
Dank sprach er dem Landkreis Uelzen aus, der das Museum von Beginn an unterstützt hat und die Voraussetzungen für die Entwicklung des Museumsdorfes zu einem überregional anerkannten Kulturstandort ermöglicht hat. Hinzu kommt das große Engagement ehrenamtlicher Helfer und der Mitglieder des Museumsvereins, die die gesellschaftliche Basis und Verankerung des Museums in der Region ausmachen.

Den Bogen zurück zu den Anfängen schlug Dr. Heinz Schirnig, der das Museumsdorf in den ersten Jahren zwei Jahre lang leitete und ihm und der Region immer verbunden geblieben ist. "Es gab manch Zweifler. Einige hielten die Gründung des Museums für mutig, die Pessimisten hielten den Plan für verrückt", erinnerte er an die frühen Tage. Zweifel galten insbesondere dem Standort mitten im historischen Schootenwald, der zwar außerordentlich schön, aber eben auch nicht einfach erreichbar ist. 

Der Vorsitzende des Museumsvereins, Jörg Hillmer.
Dr. Schirnig nutzte die Gelegenheit auch, um den vielen Weggefährten zu danken, die den Werdegang des Museumsdorfes erst ermöglicht haben. 
Der Vorsitzende des Museumsvereins, Jörg Hillmer, freute sich besonders, einige der Gründungsmitglieder vom 13. März 1975 persönlich begrüßen zu können. Damals waren es 91 Mitstreiter, heute hat der Museumsverein mehr als 500 Mitglieder. 
Dass das Museum auf die weitere Unterstützung seitens des Landkreises bauen darf, sicherte der Landrat des Landkreises
Uelzen, Dr. Heiko Blume, zu. "Es wird uns gelingen, den guten Ruf des Museums weiter zu entwickeln. Wo sonst, wenn nicht hier im agrarisch geprägten Landkreis Uelzen kann dieses Landwirtschaftsmuseum stehen", sagte er. 
Grüße aus der Gemeinde und Samtgemeinde überbrachte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff, der den Vorschlag unterbreitete, zu besonderen Gelegenheiten Mitgliedschaften im Museumsverein zu verschenken. Auch die Gemeinde sei dem Museum sehr verbunden. "Wir nutzen jede Gelegenheit, um für das Museum Werbung zu machen", sagte der Bürgermeister. 
Bei Erbsensuppe und Kaffee und Kuchen war nach dem offiziellen Teil ein anregendes und fröhliches Miteinander rund um den Brümmerhof angesagt. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Duo "Kandidel" mit plattdeutschen Liedern. 

Seifenkugeln selbst herstellen


Mitmachaktion für Kinder 
am Mittwoch, 4. August von 11 bis 14 Uhr

Kinder von 6 bis 12 Jahren stellen gemeinsam Zitronen- oder Orangenseife her. Eine Aktion dauert etwa 30 Minuten. Bitte mitbringen: festes Schuhwerk und lange Hosen. Die Kosten betragen 2 Euro.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Montag, 27. Juli 2015

Weben lernen in der Museumsweberei

Ferienaktion für Kinder 
am Donnerstag, 6. August von 11 bis 14 Uhr

Äste oder Pappe werden zu Webrahmen, auf denen Kinder von 9 bis 14 Jahren aus Wolle, Gräsern und Blättern kleine Webstücke herstellen. Bitte mitbringen: festes Schuhwerk und lange Hosen. Die Kosten betragen 5 Euro inklusive Eintritt und Material.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 29. Juli erforderlich.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Jetzt anmelden zum Schmiedekurs

Am Mittwoch, dem 5. August bietet das Museumsdorf Hösseringen von 11 bis 14 Uhr im Rahmen einer Ferienaktion den Kurs „Einführung in das alte Schmiedehandwerk“ an.
Kinder von 10 bis 14 Jahren können in der Schmiede des Museumsdorfes kleine Stücke wie zum Beispiel Amulette anfertigen. Bitte mitbringen: festes Schuhwerk und lange Hosen. Die Kosten betragen 15 Euro inklusive Eintritt und Material.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 28.Juli unter 05826 / 1774 erforderlich.

Dienstag, 14. Juli 2015

Große Ferien im Museumsdorf


Vielfältiges Programm im Museumsdorf Hösseringen

Mit allen Sinnen erleben, wie Menschen in den vergangenen Jahrhunderten gelebt und gearbeitet haben, dazu sind Kinder in den Sommerferien im Museumsdorf Hösseringen eingeladen.

Im Rahmen vieler Mitmach-Aktionen können Kinder wie früher weben, Seifenkugeln herstellen, Papier schöpfen, Rindenboote basteln, Naturfarben herstellen, mit Lehm arbeiten, Strohpuppen basteln und vieles mehr.

Die meisten Aktionen finden in und um das alte Kötnerhaus, ein kleines Rauchhaus, das mehr als 360 Jahre alt ist, statt. In solchen Häusern lebten die Bauern der Lüneburger Heide früher mit ihren Tieren unter einem Dach - und zwar
nicht nur mit den Hühnern, dem Hahn und der Katze, sondern auch mit ihren Kühen, Schweinen und vielleicht noch Schaf und Ziege. "Wohnstallhaus" hat man die alten Bauernhäuser deshalb auch genannt. Für die Kinder ist es immer ein Erlebnis, selbst einmal an der Herdstelle zu sitzen, im Stroh zu kuscheln oder im Hühnerstall nach dem Rechten zu sehen.

Alle Termine stehen hier: http://museumsdorf-hoesseringen.blogspot.de/p/veranstaltungen.html



Jetzt anmelden: Bänder weben


Mit einem einfachen Webkamm, so wie ihn Menschen in früheren Jahrhunderten verwendet haben, lassen sich auch heute noch schöne Bänder weben. In diesem Kurs sollen Freundschaftsbändchen, Gürtel oder auch Gitarrenbänder, Stirnbänder und kleine fantastische Indianerbänder selbst hergestellt werden. Benutzt werden feine und dicke Garne, bunte oder einfarbige oder mit Effekten verzierte Garne. Auch Materialien aus der Natur können verarbeitet werden.


Der Kurs findet am Freitag, 24. Juli, von 13.30 bis 17.30 Uhr statt. Die Kosten inklusive Eintritt und Material betragen10 Euro für Kinder und Jugendliche und 15 Euro für Erwachsene.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 17. Juli erforderlich.

Rechts: Detail Bandweben aus der Manesseschen Liederhandschrift, um 1300. Quelle: wikipedia.

Traktoren aus unserer Sammlung erleben

Zum Sammlungsbestand des Museumsdorfes gehört auch eine umfangreiche Sammlung an Traktoren. Diese sind in Ausstellungen oder bei Aktionen hin und wieder zu sehen, stehen aber ansonsten geschützt in einem unserer Außendepots. Einmal im Jahr sollen sie einer interessierten Öffentlichkeit gezeigt werden. Deshalb laden wir am am Freitag, 17. Juli von 15 bis 17 Uhr zur Themenführung rund um alte Motoren, Maschinen und allerhand Oldtimer mit Museumspädagoge Günther Reimers ein.


Die umfangreiche Landtechnik-Sammlung beinhaltet auch einen Bestand an Schleppern, Zugmaschinen und weiteren Motorgeräten, die im Rahmen dieser Themenführung im Magazin besichtigt werden können.
Los geht es im Museumsdorf, wo einige der Vorführmaschinen vorgestellt werden. Anschließend fahren die Teilnehmer gemeinsam zum Außenmagazin. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Museumseingang.