Freitag, 21. August 2015

Und ist der Handel noch so klein, er bringt doch mehr als Arbeit ein

Der Einzelhandel im ländlichen Raum steht im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung, für die im Museumsdorf Hösseringen derzeit die Vorbereitungen laufen und die in der Saison 2016 eröffnet werden soll. Hierfür ist das Team des Museumsdorfes noch auf der Suche nach Exponaten von klein bis groß, die unmittelbar oder auch erst auf den zweiten Blick mit dem Thema Einkauf zu tun haben. „Wir würden uns zum Beispiel über einen Fahrradständer mit Werbung freuen“, erläutert Museumspädagoge Günther Reimers. Gesucht sind schriftliche
Belege, die den Warenverkehr nachvollziehbar machen, so etwa Lieferscheine, Rechnungen oder Bestellungen. Und alles, was mit Verpackungen zu tun hat, bis hin zur bedruckten Warentüte oder der schlichten Tüte für die Samstagsbrötchen. Rabattmarken sind ebenfalls begehrt, als Nachweis einer beliebten Methode des Einzelhändlers vor Ort, seine Kunden ans Haus zu binden. Von Interesse sind außerdem Anschreibebücher sowie Unterlagen von Vertretern, die den modernen „fliegenden
Handel“ nachvollziehbar machen.

Das „Tante-Emma-Klischee“ soll im Rahmen der Ausstellung allerdings vermieden werden und statt dessen eine Entwicklung aufgezeigt, die mit der Gewerbefreiheit im 19. Jahrhundert begann. „Nachgezeichnet werden soll die Entwicklung bis in die 80er Jahre“, so Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm, der auch Aspekte wie Einzelhandel in der modernen Tankstelle oder die Verödung historischer Ortszentren durch großflächige
Einkaufszentren „auf der grünen Wiese“ nicht ausklammern wird.
Ein besonderes Highlight der Ausstellung wird der Hanomag von Schlachter Hans-Dieter Barenschee aus Barum sein, dessen letzte Verkaufsreise 1989 von Museumsmitarbeitern begleitet worden ist.

Restaurator Philipp Ramünke ist in der Werkstatt bereits intensiv mit den Restaurierungsarbeiten beschäftigt. Allein aus einem Haushaltswarenladen in Bad Bevensen wurden
sechs Zentner Eisen übernommen - genug Material für mehrere Ausstellungen. Nun gilt es, zu sortieren und eine Auswahl zu treffen, denn es sollen möglichst viele Aspekte dieses umfassenden Themas beleuchtet werden. „Wir haben eine ganze Menge an Ladenmöbeln, aber auch Fahrzeuge für den ‚fliegenden Verkauf‘ gesammelt“, so der Restaurator. „Die bevorstehende Ausstellung ist nun Anlass, diese Exponate genauer in Augenschein zu nehmen und bei Bedarf zu restaurieren.“

Natürlich werden die Besucher auch wieder Gelegenheit haben, Exponate zu erleben, die sie vielleicht noch aus deren „richtigem Leben“ kennen, wie einen Zigarrenladen aus Holdenstedt. Die Einrichtung eines Selbstbedienungsladens von 1971 bildet den jüngsten Entwicklungszustand eines Landes, der in dieser Ausstellung gezeigt werden soll. Zu diesem Laden werden dringend Verpackungen aus den 1970er und 1980er Jahren gesucht.

Wer mehr wissen oder Exponaten anbieten möchte, kann sich unter 05826 / 1774 im Museumsdorf Hösseringen oder abends unter 05851 /1850 bei Günther Reimers melden.

Mittwoch, 12. August 2015

Schmieden lernen in der Museumsschmiede

Tagesgrundkurse mit Archäologe Arne Paysen

Einen Tag lang das Schmiedehandwerk erlernen - das ist im Museumsdorf Hösseringen möglich. Der Archäologe und Schmied Arne Paysen führt seine Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Zeit von Mittwoch, 26. bis Freitag, 28. August, jeweils von 10 bis 17.30 Uhr in die Kunst des Schmiedens ein. Das manuelle Schmieden gehört zu den ältesten Handwerken. Der
Schmied muss die Form seines Werkstückes am Amboss frei erarbeiten. Das setzt viel Erfahrung voraus.

Menschen haben vermutlich zuerst die Metalle Gold, Silber und Kupfer, die in der Natur gediegen vorkommen, bearbeitet, denn diese können auch in kaltem Zustand verarbeitet werden. In Mitteleuropa begannen die Menschen mit der Metallbearbeitung vor etwa 4300 Jahren in der Bronzezeit. Wie wichtig den Menschen das
Schmiedehandwerk war, zeigt auch die Mythologie. In der Heldensage von Wieland dem Schmied stellt der kunstreiche Wieland das außergewöhnliche Schwert Mimung her, dessen Klinge er dreimal neu und jeweils schärfer schmiedet.

Ein Schwert wird im Museumsdorf nicht gleich geschmiedet, aber vielleicht ein Messer, Gartenschmuck oder Türbeschläge. Auf jeden Fall kann sich am Ende des Tages jeder Teilnehmer sicher sein, sein eigenes Werkstück mit nach Hause zu nehmen. Je nach Wunsch kann der Tag in der Schmiede eher auf das eigene Werkstück oder auf das Erlernen verschiedener Schmiedetechniken ausgelegt werden.

Die Teilnahme an einem Tageskurs kostet 75 Euro inklusive Eintritt und Material, aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Voranmeldung bis zum 19. August bei Arne Paysen unter Tel. 0 43 47 / 730 49 42 oder per Mail isentosamballerer@gmx.de gebeten.

Kleine runde Schalen flechten


Zu einem Flechtkursus mit der Korbflechterin Diana Stegmann lädt das Museumsdorf Hösseringen am Sonnabend, 6. September von 9 bis 18 Uhr ein. Die Teilnehmer lernen, wie kleine Schalen aus Weiden geflochten werden. Die Kosten betragen 80 Euro zzgl. Eintritt.



Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 20. August bei Diana Stegmann erforderlich, Tel.: (05861) 9862339, E-Mail: dianastegmann@gmx.net.

Freitag, 7. August 2015

Kleine Kapitäne ahoi!


Im Rahmen der Ferien-Mitmachaktionen lädt das Museumsdorf Hösseringen am Donnerstag, den 13. August von 11 bis 14 Uhr zum Basteln von Rindenbooten ein. Kinder können aus Naturmaterialien ihr ganz besonderes Traumboot basteln und anschließend mitnehmen, um es bei der nächsten Gelegenheit zu Wasser zu lassen. Ob es schwimmt, kann vorher natürlich schon einmal in der Badewanne ausprobiert werden

Die Aktion dauert etwa 30 Minuten, Kinder können jederzeit hinzukommen. Die Kosten betragen 2 Euro.

Montag, 3. August 2015

Spinnen für Anfänger und Fortgeschrittene

Jetzt noch anmelden: Workshop: Spinnen für Anfänger und Fortgeschrittene am Dienstag, 11. August von 13.30 – 17.30 Uhr ein.

Wie geht das – einen Faden herstellen? Zuerst sind die Fasern da, aus Baumwolle, Flachs, Wolle oder Seide. Diese müssen verzogen und verdreht werden, das nennt man Spinnen. Unter Anleitung der Webmeisterin Uschi Schwierske können Kinder ab zehn Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit einfachsten Mitteln, aber auch mit Spindel und Spinnrad spinnen. Eigene Spinnräder können gern mitgebracht werden. Fortgeschrittene lernen das Zwirnen auch mit besonderen Effekten. 

Kosten (inklusive Eintritt und Material): 12,00 Euro für Kinder und Jugendliche, 15,00 Euro für Erwachsene. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 04.08.2015 erforderlich.

Mitmachaktion für Kinder: Seifenkugeln

Liebe Kinder, nicht vergessen:

Morgen, Dienstag, 4. August, laden wir von 11 bis 14 Uhr zur Mitmachaktion "Seifenkugeln selber machen" ein.

Kinder von 6 bis 12 Jahren stellen Zitronen- oder Orangenseife her. Eine Aktion dauert etwa 30 Minuten. Bitte mitbringen: festes Schuhwerk und lange Hosen. Die Kosten betragen 2,00 Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.