Freitag, 22. April 2016

Kochen wie früher

Grapenbraten

 „Kochen wie früher“ heißt es am Freitag, dem 6. Mai ab 14 Uhr im Museumsdorf Hösseringen. In der Ausstellung im Haus aus Oldendorf werden die Teilnehmer des Kurses zunächst in das Leben in der Zeit um 1600 eingeführt. Anschließend bereiten sie gemeinsam eine Mahlzeit auf der Feuerstelle im Kötnerhaus aus Bahnsen zu und erleben, wie es sich um 1900 angefühlt hat, als Kleinbauernfamilie zu leben.


Grünkohlsuppe

Dieses Angebot richtet sich an Erwachsene. Die Kosten betragen 10,00 Euro inklusive Eintritt. Das Angebot ist auch für Gruppen bis max. 20 Personen geeignet. Um Anmeldung bis zum 2. Mai im Museumsdorf Hösseringen, Tel (05826) 1774, wird gebeten.

Grütze

Fleischgerichte wurden im Allgemeinen nicht gebraten, sondern gesotten. In tiefen Bronzegrapen ließen sich auf diese Weise Schmorbraten zubereiten. Wegen der steigenden Preise für Lebensmittel konnten sich die Menschen nur selten Fleisch leisten. Brei und Grütze sowie Suppen waren die Standardgerichte der „kleinen Leute“. Auch Kohl war neben Erbsen und Bohnen für die Ernährung wichtig. Dabei spielte die gute Haltbarkeit eine große Rolle. Der winterharte Grünkohl („Blattkohl“) wurde auch in den Gärten der Lüneburger Heide angebaut.

Mittwoch, 20. April 2016

Auf und Ab in der Landwirtschaft

Gebäude des Museumsdorfes Hösseringen als Zeugnisse der Geschichte der Lüneburger Heide
Häuser sind besonders dauerhafte Objekte, die immer wieder umgebaut und verändert oder auch abgebrochen und neu errichtet wurden, um die Bausubstanz an geänderte Nutzungsanforderungen und Wohnansprüche anzupassen. Dieses gilt auch für die historischen Gebäude des Museumsdorfes Hösseringen. Diese sind aber nicht nur Zeugnisse für die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Erbauer und
Bewohner, sondern auch umfassende Sachquellen für die wirtschaftlichen und kulturellen Wandlungen, denen die ländliche Bevölkerung der Lüneburger Heide seit etwa 1600 unterworfen war. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die wirtschaftliche Entwicklung im örtlichen und regionalen Rahmen durch die Landwirtschaft geprägt. Gute oder schlechte Ernten bewirkten kurzfristige Schwankungen der Getreidepreise, das Spannungsverhältnis zwischen Nahrungsmittelproduktion und Bevölkerungsentwicklung bestimmte langfristig den Wirtschaftsverlauf.

Wer mehr darüber wissen möchte, sollte zur Themenführung mit dem Leiter des Museumsdorfes Hösseringen Dr. Ulrich Brohm zum Thema „Agrarkrisen und Agrarkonjunkturen“ kommen. Die Führung findet am Freitag, dem 22. April von 15 bis 17 Uhr im Museumsdorf Hösseringen statt. Die Themenführung geht am Beispiel verschiedener Gebäude des Museumsdorfes der Frage nach, wie sich die wechselnden Phasen guter und schlechter Agrarkonjunktur auf die Situation der ländlichen Bevölkerung ausgewirkt haben und wie sich Krisen oder wachsender Wohlstand im ländlichen Bauen niederschlugen.

Dienstag, 19. April 2016

Bierlasur und Rollenmuster

Malerwerkstatt im Kötnerhaus

Lange Malertische, bunt bekleckste Farbtöpfe und große Papierrollen ließen das kleine Kötnerhaus im Museumsdorf Hösseringen am Wochenende zur Malerwerkstatt werden. Mitten darin eine Gruppe von Kursteilnehmern, die unter der Anleitung von Restaurator und Malermeister Thorsten Neidhardt in die Geheimnisse des traditionellen Malerhandwerks eingeweiht wurden.
Von Bierlasur über Rollenmuster, Kalkfarben für Außenanstriche, Fenstersanierung und die Herstellung von Schablonen für Wand- und Möbelverzierungen reichte das Spektrum des vielseitigen Lehrganges. Einige Teilnehmer hatten auch eigene Schablonen mitgebracht, die sie im Kurs verwendeten. So wie Svea Makowski, deren Musterschablonen ein Dachbodenfund sind. „Wir haben sie beim Aufräumen gefunden und ich wollte immer schon wissen, wie man damit umgeht“, erzählt die Walsroderin. Am Sonnabend
war es dann soweit und Svea Makowski gelangen mit ihren historischen Vorlagen zarte mehrfarbige Blumenmuster. „Das möchte ich nun auch zuhause ausprobieren“, meint sie.
Auch Edda Tewes aus Schatensen hat sich ein Blumenmuster ausgesucht: Filigrane Tulpen in frischen Frühlingsfarben zieren ihre Mustertafel. „Ich war kreativ“, sagt sie stolz und weiß auch schon, wo sie das Gelernte anwenden wird. „Ich habe mir eine alte Kirchenbank aus dem Kloster gekauft, die möchte ich diesjahr bemalen.“
Für Maler-Azubi Leonie Stiehm aus Holthusen war der Kurs fast schon ein Heimspiel. Sie war auch beim letzten Kurs dabei und kennt sich mit vielen Techniken längst sehr gut aus. „Aber hier im Museumsdorf ist es immer etwas Besonderes“, fasst sie zusammen.


Eintägige Kurse in historischen Techniken rund ums Malerhandwerk finden zweimal jährlich im Museumsdorf Hösseringen statt. Der nächste Kurs ist am Sonnabend, 20. August, mit Anmeldung bis zum 12. August. Weitere Infos sind im Museumsdorf unter 05626 / 1774 erhältlich.

Donnerstag, 7. April 2016

Einführung in die Imkerei

Anfängerlehrgang im Museumsdorf Hösseringen

Der Zulauf ist groß: Mehr als 40 Teilnehmer konnten Wulf-Ingo Lau vom Bieneninstitut Celle und der Vorsitzende des Kreisimkervereins Uelzen, Hermann Hillmer, zum Anfängerlehrgang für Imkerei kürzlich im Museumsdorf Hösseringen begrüßen.

Kurse für Interessierte, die sich mit der Imkerei vertraut machen möchten, finden bereits seit vielen Jahren im Landkreis Uelzen statt, und die Organisatoren freuen sich über stetig steigende Teilnehmerzahlen, nicht nur aus unserem Landkreis, sondern aus ganz Norddeutschland. Neben Grundinformationen über die Lebensweise von Bienenvölkern werden in diesem Kurs praktische Kenntnisse zur Bienenhaltung und Honiggewinnung vermittelt. „In diesem Jahr sind die Bienenvölker gut über den Winter gekommen“, freut sich Wulf-Ingo Lau. Das ist nicht immer der Fall, denn in den vergangenen Jahren haben Nahrungsmangel und Schädlinge den Bienen schwer zu schaffen gemacht. Lau wirbt für mehr Rücksichtnahme auf die Tiere, die eine wichtige Rolle für das ökologische Gleichgewicht spielen. „Viele Völker müssen zusätzlich gefüttert werden, weil es nicht ausreichend blühende Pflanzen gibt, um sie zu ernähren. Dabei könnte durch Rücksichtnahme beim Mähen von Wiesen und Feldrainen viel erreicht werden“, ist er sich sicher. „Wiesen sollten deshalb auf keinen Fall in voller Blüte abgemäht werden“, fügt Johannes Bodach, Imker aus Eimke, hinzu. Um die Bienen zu schützen, sei es zudem besser, bei bedecktem Himmel und kühlen Temperaturen zu mähen, denn dann erfolgt weniger Bienenflug, ebenso frühmorgens vor 7 Uhr oder abends nach 18 Uhr. Die sammelnden Bienen reagieren nämlich nicht auf den Lärm und die Vibrationen der Maschinen, sondern sie versuchen eher im Gegenteil, sich an den Pflanzen festzuhalten. Sie gelangen so mit dem Mähgut in den Aufbereiter und sterben.

Die Zusammenarbeit des Kreisimkervereins Uelzen mit dem Museumsdorf hat eine langjährige Tradition. Im Treppenspeicher des Brümmerhofes ist eine Ausstellung über Imkerei in der Lüneburger Heide zu sehen und am Sonntag, dem 24. April, findet wieder der Kurs „Bienenkorbflechten“ im Museumsdorf statt. Anmeldungen nimmt der Vorsitzende des Kreisimkervereins Uelzen, Hermann Hilmer, unter Tel. 0 58 26 / 2 62 entgegen.

Mittwoch, 6. April 2016

Übermorgen ist Anmeldeschluss!

Alte Maltechniken vorgestellt

Kurs im Museumsdorf Hösseringen


Eine Maltechnik mit sehr alter Tradition in passendem Ambiente vorgestellt: Malermeister und Restaurator im Handwerk Thorsten Neidhardt weiht am Sonnabend, dem 16. April im Museumsdorf Hösseringen in die Technik des Schablonierens ein. Die Malerei mit Schablonen
Besonders beliebt war das Schablonieren in der Zeit des Historismus und des Jugendstils - und dafür finden sich auch in im Landkreis Uelzen Zeugnisse. Zum Beispiel das Alte Amtsgericht Uelzen, in dem heute das Standesamt untergebracht ist. Es wurde im Jahr 1901 erbaut und in den 1990er-Jahren restauriert. Entlang des Handlaufes zum Obergeschoss verläuft ein verspielter Fries aus Weinlaub, der im Zuge der Sanierung von Thorsten Neidhardt erneuert worden ist. Die Technik des Schablonierens wird heute insbesondere in der Restaurierung
angewandt, erlebt derzeit aber auch eine Renaissance im privaten Bereich.
dient dem Aufbringen von Ornamenten auf Flächen, eine Technik, die bereits seit der Antike bekannt ist und seither in allen Epochen und Kunstrichtungen eingesetzt wurde.

Neben der Einführung in die Technik des Schablonierens gibt Thorsten Neidhardt eine Anleitung für die Fachwerksanierung, für Wandanstriche innen und außen sowie für den Anstrich von Holzfenstern. Wer möchte, kann seine Erkenntnisse gleich an Ort und Stelle praktisch umsetzen. Dazu sollte passende Kleidung mitgebracht werden.

Der Kurs findet am Sonnabend, dem 16. April von 10.30 bis 17.30 Uhr im Museumsdorf Hösseringen statt. Die Kosten betragen 45 Euro (inklusive Einritt und Material). Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 8. April erforderlich, Tel.: (0581) 94 87 140 oder buero@neidhardt-malereibetriebe.de.

Montag, 4. April 2016

Runde Schalen flechten

Kurs im Museumsdorf

Zu einem Flechtkursus mit der Korbflechterin Diana Stegmann lädt das Museumsdorf Hösseringen am Sonntag, dem 1. Mai von 11 bis 15 Uhr ein.

Die Korbflechterin zeigt, wie eine runde Schale für Obst oder Brötchen oder zur Aufbewahrung von Dingen entsteht. Mit dieser schlichten Technik bekommen Teilnehmer einen guten Einblick in die Weidenflechterei. Verflochten werden unterschiedliche ungeschälte Weidenruten.

Die Kosten betragen 45 Euro inklusive Eintritt und Material. Bitte ältere Sachen oder eine Schürze anziehen sowie ggf. Sitzkissen und witterungsbedingte Kleidung mitbringen, da die Gebäude nicht beheizt sind. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 17. April bei Diana Stegmann erforderlich, Tel: (05861) 98 62 339, E-Mail: diana.stegmann@posteo.de